Under the Flags of Solar Fake

Solarfake ShadowPlay und Silberschauer

Das war wirklich mal ein großartiges Event! Lars vom SolarFake-Fanclub ShadowPlay hatte mich ja gefragt, ob ich nicht die technische Ausstattung für ein Konzert auf einem Schiff übernehmen könne. Und da das Angebot der MS Havel Queen doch etwas realistischer war als das der Harmony of the Seas, hatten wir im Budget sogar noch Platz für eine Vorgruppe. Mein Vorschlag, Silberschauer dafür zu verpflichten, stieß bei der Band auf 100% Zustimmung, da wir Fabis Stimme wie üblich ignorierten und Jan eh nicht zu erreichen war. Auch die Kommentare des Fanclubs (Ach du Scheiße…,Echt jetzt?) haben wir großzügig als positiv verbucht, und so stand ich dann am 10. September frisch geföhnt auf dem Zwischendeck und dirigierte die von den fleissigen Helfen herein getragenen Boxen.

Dass wir Licht und Strom ausführlich vorher besprochen hatten, erwies sich als vorteilhaft, denn so hatten wir immerhin einen Plan, welchen wir nach der Aussage des Skippers, alles würde doch nur über einen 10 Ampere Stromkreis laufen, sofort mit der zweiten Bassbox und 3 Lichteinheiten einpacken konnten. Glücklicherweise waren Sven und André von SolarFake überaus entspannt und mit nur 15min Verspätung hatten wir alle Soundchecks fertig und Lars, der bis dahin wie auf heissen Kohlen lief, wurde sichtlich ruhiger.

Auch wir wurden etwas ruhiger, da sich Boje (unser Ersatz für den leider indispunizi verhinderten Kali) als durchaus fähig zeigte, ungeprobt Deutschlands einzige Fun-Gothic-Band einem echt geilen Publikum zu präsentieren, welches uns – obwohl wir ja bei einem SolarFake-Fanclub-Konzert einen sehr schweren Stand erwartet hatten – herzlich auf einer Bühne empfing, die für gewöhnlich gerade mal für Jans Schlagzeug reichen würde. Liebe ShadowPlayer und besonders Lars und Claudia: danke für Alles!

Das Schallschutzdesaster

Silberschauer Bandraum Bauzustand

Gerade aus dem Bandraum zurück und froh, die ganzen Kisten einzeln an den völlig zugestellten Gängen und Treppen, die uns die völlig bekloppten netten Bauleute hinterließen, vorbeigetragen zu haben, meldete sich Stephan, der den Beginn der Schallschutz-Baumaßnahmen zum nächsten Tag(!) im Bandraum leider vergessen hatte, uns mitzuteilen. Und der dafür nun einige Umtrünke (oder zumindest Suizid) anbot. Wir sind also gleich am nächsten Tag wieder in den Bandraum und haben das gerade erst schön ausgepackte Gerümpel Luxusinventar ein weiters Mal an den durch die Vollhonks Baufachkräfte hinterlassenen Schuttbergen vorbeibalanciert und in diverse Wohnungen und einen Kellerverschlag gebuckelt.

Lia ist dann nach Beginn der Baumaßnahmen abends in den Raum rein, um sich das Elend mal anzusehen, und schickte uns Fotos von eingerissenen Wänden und Decken sowie einem fehlenden(!) Fenster, welche bei uns und den beiden anderen Bands aus dem Raum recht gemischte Gefühle hinterließen und sich zwischen Wut (Silberschauer), Schock (Dirty Noise) und dem Vorschlag, sofort ein Bukkake-Video zu drehen (Julián, Alkoholika) bewegen. Aber so habe ich endlich Gelegenheit, die unerledigte Behördenpost seit 2013 zu beantworten…

Dein Weg hat Dich zu uns gebracht,
erfahre meiner Schwestern Macht
,durch Deine Hand wird Schnee zu Eis,
und Deine Berührung sanft und leis,
wird unsern Weg nach Hause lenken
- wir wollen Dich auch reich beschenken!