Allgemeine Geschäfts-Bedingungen (AGB)

Allgemeiner Teil

§1 Allgemeine Bestimmungen

Insbesondere sowie z.B. meinen im Folgenden die Formulierung “insbesondere aber nicht ausschließlich”. Der Veranstalter verpflichtet sich ausdrücklich, keinem Dritten gegenüber Auskünfte über die Höhe der Gage oder sonstige Vereinbarungen zu geben. Gegenseitig mitgeteilte Namen, Anschriften, Telefonnummern und eMail-Adressen (auch von Ansprechpartnern) sind nur im Rahmen der ordnungsgemäßen Durchführung der Veranstaltung zu verwenden. Die Weitergabe von Verpflichtungen seitens Silberschauer an Dritte sowie die Abtretung von Forderungen des Veranstalters sind ausgeschlossen, falls sie nicht explizit zusätzlich vereinbart werden.

§2 Güligkeit von weiteren Vereinbarungen

Diese AGB gelten für alle Silberschauer-Veranstaltungen. AGB des Veranstalter und des Hauses gelten nur in dem Maße, wie sie unseren AGB nicht zuwiderlaufen. Abweichungen hiervon bedürfen der Schriftform.

§3 Band und Crew

Die Band und Crew von Silberschauer bestehen aus bis zu 6 Musikern, bis zu zwei Technikern und einer Promotion/Management-Beauftragten. Diese 9 Personen werden im folgenden Silberschauer genannt.

§4 Kunstfreiheit

Silberschauer ist in der Darbietung des Programms frei. Künstlerischen Weisungen des Veranstalters oder eines Dritten unterliegt sie nicht. Ansagen zu besonderen Anlässen oder Moderationen Dritter (z.B. Geburtstage) können gern in Set-Pausen abgesprochen werden.

§5 Verwendung von Markenzeichen

Der Veranstalter ist berechtigt, mit dem Namen Silberschauer und dem Logo der Band für die Veranstaltung zu werben. Er ist nicht berechtigt, für die Band zu sprechen oder Interviewtermine zu bestimmen. Die Rechte an Aufzeichnungen in Bild und Ton fallen Silberschauer zu.

§6 Ausschluß politischer und religiöser Veranstaltungen

Veranstaltungen, welche von Parteien oder Religionsgruppen getragen werden, erfordern eine klare Abgrenzung (wer ist Band, wer ist Sponsor?) in allen Werbematerialien. Die Entscheidung, Auftritte auf Parteien- oder Religionsveranstaltungen durchzuführen, obliegt allein Silberschauer. Der Veranstalter ist verpflichtet, jederzeit Silberschauer gegenüber Auskunft zu erteilen, welche anderen Gruppierungen an der Veranstaltung herausragend beteiligt sind bzw. hinter dieser stehen. Ein gemeinsames Lineup mit nationalistischen oder rassistischen Gruppen ist generell ausgeschlossen. Die Verwendung des Silberschauer-Logo oder des Bandnamens auf Werbematerialien zusammen mit entsprechenden Gruppierungen ist bei Vertragsstrafe von 15000€ explizit verboten.

Technischer Teil

§7 Verpflichtender technischer Anhang

Die Band verpflichtet sich, die für die Ausübung des Auftritts erforderlichen Musikinstrumente sowie Geräte im Rahmen des technischen Anhangs selbst mitzubringen. Die technischen Erfordernisse dieses Anhanges sind verpflichtend. Eine Überdachung der Bühne ist zwingend erforderlich. Können technische Erfordernisse, insbesondere Stromversorgung, PA und Amping, nicht gewährleistet werden, kann die Band auf Kosten des Veranstalters Ersatz beschaffen. Ist dies logistisch oder technisch weder der Band noch dem Veranstalter möglich, kann der Auftritt durch Silberschauer für den Veranstalter kostenpflichtig abgebrochen werden.

§8 LASER

Silberschauer hat zwei Laserschutzbeauftragte. Ihren Anweisungen bezüglich der Laser-Sicherheit ist zwingend Folge zu leisten. Fremdlaser (ausgenommen Klasse 1) sind diesen zu benennen und die Erbringung des Laserschutzes (insbsondere die Einhaltung des Laserschutzraumes im Publikumsbereich) ist ihnen nachzuweisen.

§9 Aufbau

Zum Aufbau hat die Bühne frei, geerdet, Spannungsversorgt, überdacht und begehbar zu sein. Entsprechendes auf der Bühne verbleibendes Fremdequipment muss (falls anwendbar) geerdet und ausgeschaltet sein, sofern nicht anders abgesprochen. Alle Metallgehäuse Netzstromführender Geräte müssen direkt Geerdet sein. Steht nicht genügend Tageslicht zur Verfügung oder befindet sich die Veranstaltung InDoor, hat die Bühne ausreichend ausgeleuchtet zu sein. Lichttests während der Aufbauphase sind OK, solange eine entsprechende Basisausleuchtung gewährleistet ist. Der Aufbau der Backline dauert 45min. Steht ein mobiler Drumriser entsprechend vorher zur Verfügung, kann der Aufbau teilweise Backstage erfolgen. Die Onstage-Aufbauzeit verkürzt sich dann auf 15min.

§10 Soundcheck

Silberschauer ist spätestens zum Aufbau Zugang zum FOH zu gewähren. Der Soundcheck findet nach Möglichkeit unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Es obliegt dem Veranstalter, Silberschauer hierfür geeignete Zeitfenster einzuräumen. Der Soundcheck dauert 45min und kann generell erst nach erfolgtem vollständigen Aufbau sowie Erfüllung sämtlicher technischer Voraussetzungen stattfinden. Hiervon abweichende Erfordernisse, insbesondere Festival-Umgebungen mit verringerter Soundcheck-Zeit (Linechecks) sind explizit vorher zu vereinbaren.

§11 Abbau

Silberschauer benötigt 15min, um das Equipment in den Backstagebereich zu bringen und die Bühne für eine andere Verwendung freizugeben. Bei mobilen Drumrisern verkürzt sich diese Zeit auf 5min.

§12 Überlassung von Gerätschaften und Personal

Für Personal und Gerätschaften (Instrumente, Backline, FOH) gelten bei zur Verfügungstellung für andere Gruppen die Marktüblichen Tagessätze und Leihpreise, sofern dies nicht anders Vereinbart wurde. Für Schäden haftet grundsätzlich der Veranstalter, im Falle von Verleih an andere Bands derjenige, dem die Sache zum üblichen Gebrauch überlassen wurde.

§13 Technische Weisungsberechtigung

Die Techniker/Operatoren von Silberschauer haben freien Zugang zum FOH und zu den Bühnen, zu den Backstage-Räumen von Silberschauer und zu allen für die Durchführung ihrer Tätigkeit notwendigen Stellen. Personal des Veranstalters im FOH- und Bühnen-Bereich unterliegt ihren Weisungen. Werden von Seiten des Veranstalters technisches Personal in künstlerisch-leitender Position (Lichtoperator, Tonoperator) gestellt, unterliegen sie voll den Weisungen des/der Silberschauer-Operatoren. Zuwiderhandlungen, welche zu künstlerischen Ausfällen wie schlechtem Ton und unangemessenem Licht führen, stellen eine strafbewehrte Imageschädigung dar.

Organisatorischer Teil

§14 Backstage

Der Veranstalter stellt der Band einen angemessenen Umkleideraum zur Verfügung. Dieser muss einen min. 0.75m² großen Spiegel sowie einen ortsüblichen Haushaltsstromanschluß enthalten und angemessen beleuchtet sein. Ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Teilen des Backstagebereiches mit anderen Gruppen erforderlich, haftet der Veranstalter für alle Verluste und Beschädigungen.

§15 Catering / Verpflegung

Der Silberschauer sind durch den Veranstalter 1 Kasten (min. 9l) Wasser, 1 Kasten Bier (kein Sternburg, Schultheiss oder andere Billigbiere) sowie für 8 Personen eine warme Mahlzeit zur Verfügung zu stellen. Ist dies logistisch nicht möglich oder durch den Veranstalter nicht gewünscht, sorgt Silberschauer auf Kosten des Veranstalters für Verpflegung. Diese Regelungen entfallen jeweils, wenn die Getränke und/oder das Essen Silberschauer an der Bar bzw. auf dem Gelände kostenfrei zur Verfügung stehen.

§16 Parkmöglichkeiten

Der Veranstalter sorgt für Parkmöglichkeiten für einen Transporter und einen PKW in direkter Nähe des Veranstaltungsortes. Sind Bühne und Transporter nur über Treppen zu erreichen, stellt der Veranstalter Silberschauer für die gesamte Zeit der Veranstaltung einen min. 2m×1m×1m großen abschließbaren oder überwachten Lagerbereich im Stockwerk bzw. in der Nähe der Bühne zur Verfügung.

§17 Gäste

Silberschauer teilt dem Veranstalter rechtzeitig vor der Veranstaltung die Namen von bis zu 8 Personen mit (gern natürlich mehr), welche vom Eintrittspreis befreit sind. Außerdem stellt der Veranstalter bei Veranstaltungen mit Kartenvorverkauf Silberschauer 2 Stück zur Verlosung über die Homepage kostenfrei zur Verfügung.

§18 Veranstalterhaftung

Das betriebliche und persönliche Risiko für die ordnungsgemäße Durchführung der Veranstaltung trägt der Veranstalter. Sollte Equipment von Silberschauer durch Verschulden des Veranstalters oder nicht ermittelbarer Dritter zu Schaden kommen, insbesondere durch Brand- oder Flüssigkeitsschaden, keine ordnungsgemäße Bühne/Stromversorgung, Nichtbeachtung technischer Erfordernisse oder geltender Sicherheitsbestimmungen, Schäden infolge mangelnder Abgrenzung der Bühne zum Publikum bzw. zur Tanzfläche etc., so trägt der Veranstalter sämtliche Reparatur- bzw. Wiederbeschaffungskosten. Im Falle von Schaden durch Dritte haftet der Veranstalter auch für deren Zahlungsunfähigkeit.

§19 Nebenkosten des Auftrittes

Die durch Auftritte der Band anfallenden GEMA Gebühren sind in vollem Umfang vom Veranstalter zu entrichten. Eine entsprechende GEMA-Liste stellt die Band zur Verfügung. Kosten für An- und Ablieferung sowie Durchführung, insbesondere Parkgebühren, Maut, gesetzliche Steuern sowie Kilometerpauschalen werden dem Veranstalter in Rechnung gestellt und sind von diesem zu tragen.

§20 Unterbringung

Für Auftritte außerhalb Berlins und direkt angrenzender Gemeinden sorgt der Veranstalter für eine angemessene Unterkunft, Übernachtungsmöglichkeit und Frühstück für Silberschauer.

§21 Krankheit

Bei Unmöglichkeit der Erbringung der Vertragsleistung infolge Krankheit eines oder mehrerer Bandmitglieder entfallen alle Ansprüche aus diesem Vertrag oder aus anderen Rechtsbestimmungen beidseitig. Silberschauer ist verpflichtet, dem Veranstalter auf Wunsch die Erkrankung durch ärztliches Attest innerhalb von fünf Tagen nach ihrem in diesem Vertrag vorgesehenen Auftritt nachzuweisen.

§22 Vertragsbruch

Bei schuldhafter Vertragsverletzung des Veranstalters ist die Band nicht verpflichtet aufzutreten. Ansonsten gelten bei Ereignissen, die infolge höherer Gewalt die Nichterfüllung des Vertrages bedingen, die gesetzlichen Bestimmungen. Im Falle einer schuldhaften Vertragsverletzung wird gegenseitig eine Konventionalstrafe in Höhe der zu zahlenden Gage vereinbart, sofern explizitere Bestimmungen dieser AGBs dies nicht regeln. Vorsätzliche Imageschädigung seitens des Veranstalters im Sinne des §13 ist in Höhe des entstandenen Schadens, mindestens jedoch 1000€ strafbewehrt.

§23 Gerichtsstand

Die Rechtsbeziehungen der Vertragsparteien unterliegen uneingeschränkt deutschem Recht. Gerichtsstand ist Berlin.

§24 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder nach einem Vertragsabschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit der AGB im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, welche mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben. Die vorstehende Bestimmung gilt entsprechend für den Fall, daß sich die AGB als lückenhaft erweisen.

Stand März 2014