Kiefer

Kiefer|Für Dich bin ich aufgewacht Zyklus|Silberschauer

Das Meer liegt so friedlich des Nachts in schwarzblau,
der Vollmond, er zeichnet die Klippen in grau.
Ein schönes Mädchen, so zierlich und zart.
Geht nächtens zu Bade, enthemmt und gewagt.
Die Wellen, sie brechen, so schwimmt sie hinaus.
Erfrischendes Wasser, ein freudiger Graus.
Das Ufer entfernt sich, der Meeresgrund weit,
Sie schwimmt auf dem Rücken, entspannt ihren Leib.

Der Herrgott hat in dieser Nacht
das junge Mädchen zur Frau gemacht!

Ich gleite träumend durch die Nacht.
Ich tauche tief, beweg mich sacht.
Die Strömung streichelt meinen Leib.
Ich lass mich treiben durch die Einsamkeit.

Ein Geräusch riss mich aus meinen Traum,
Wellen klatschen unterm Meeresschaum.
Und mittendrin riech' ich warmes Blut.
Es riecht so lieblich, ach es riecht so gut!

Ich kann Dich riechen, aber ich kann Dich nicht sehen.
Schwimm' Dir zu Füßen, Dein Geruch lässt mich zergehen!
Ich hör' Dich schwimmen durch die kalte Nacht,
Nimm Dich in Acht!
Nur für Dich bin ich aufgewacht.

Jetzt sehe ich Dich im Vollmond treiben,
so werd ich aus der Tiefe steigen.
Du siehst mich nicht, doch ich bin da
und ich komme Dir ganz nah.

Ich tipp' Dich an und hör Dein Kreischen.
Ich werde nicht mehr von Dir weichen.
Du riechst so gut, in Dir die warme Glut
und ich schwimme in Deinem Blut.

Ich kann Dich riechen, aber kann Dich nicht mehr sehen.
Schwimm' Dir zu Füßen und Dein Blut lässt mich zergehen!
Ich hör' Dich schreien in der dunklen Nacht,
nimm Dich in Acht!
Nur für Dich bin ich aufgewacht.

Ich lasse ab und ein ersticktes Weinen,
sehe den Torso in die Tiefe treiben.
Und ich gleite träumend durch die Nacht.
Ich tauche tief, beweg mich sacht.

Dein Weg hat Dich zu uns gebracht,
erfahre meiner Schwestern Macht
,durch Deine Hand wird Schnee zu Eis,
und Deine Berührung sanft und leis,
wird unsern Weg nach Hause lenken
- wir wollen Dich auch reich beschenken!