Wünsche

Wünsche|Heimlichkeit versiegelt sie Zyklus|Silberschauer

Ich möchte gern ein Seemann sein
und stechen in das Rote Meer!  
Ich möchte gern Dein Pferdchen sein,
geritten werden hin und her!  
Höhlenforscher möchte ich sein
und dringe in das Dunkle ein.  
Ich möchte gern ein Pudel sein
und an der Leine bin ich Dein!  
Ich wünsch es mir so wie Du Dir,
ein Menschentier geplagt von Gier…  

Tausend Wünsche, ein Gedanke,
Verschlossen hinter einer Schranke.
Verschlossen hinter dicker Tür.
Ich hab einen Traum, den wünsche ich mir.

Ich möchte gern ein Strumpfband sein,
an Deinem Bein so weich und warm!
Ich möchte gern der Wärter sein,
von dem Gebiet versteckt im Scham.
Ich möchte gern ein Schlüssel sein,
nur passen in Dein Zimmerschloss.
Ich möchte gern der Malstrom sein,
der zwischen Deinen Beinen floss.
Ich wünsch es mir, so wie du dir,
der rote Stier in Deinem Revier
vernichtet meine Träume mir!

Tausend Wünsche, ein Gedanke,
verschlossen hinter einer Schranke.
Verschlossen hinter dicker Tür.
Ich hab einen Traum, den wünsche ich mir!

Niemand wird sie je begreifen,
niemand kann sie je bestreiten!
Heimlichkeit versiegelt sie,
Wünsche bluten aus wie Vieh!

Plötzlich öffnet sich die Tür
und meine Träume kommen zu mir!
Bäumen sich auf mit Urgewalt,
doch jetzt bin ich viel zu alt!

Dein Weg hat Dich zu uns gebracht,
erfahre meiner Schwestern Macht
,durch Deine Hand wird Schnee zu Eis,
und Deine Berührung sanft und leis,
wird unsern Weg nach Hause lenken
- wir wollen Dich auch reich beschenken!